Neuer Notdienstring Westerwald

Seit dem 01.04.2020 hat sich unsere Kleintierpraxis einem tierärztlichen Notdienstring angeschlossen. Dieser Notdienstring besteht nun aus 14 Praxen in der Region des Westerwaldes, die während der Notdienstzeiten in der Nacht, an den Wochenenden und Feiertagen abwechselnd für Sie erreichbar sind. Auf diese Weise haben Sie, unsere Patientenbesitzer, jederzeit 24 Stunden, 365 Tage im Jahr einen tierärztlichen Ansprechpartner und müssen nicht in die stark ausgelasteten Tierkliniken fahren. Sollten Sie also in den Notdienstzeiten einen lebensbedrohlichen Notfall bei Ihrem Haustier haben, erfragen Sie bitte den diensthabenden Tierarzt unter unserer Rufnummer 02626/8558 sowie auf unserer Website.

Ihr Praxisteam

CORONAVIRUS – Aktuelle Änderungen in unserer Praxis!

Es ist in unser aller Interesse, die schnelle Verbreitung des Virus so gut es geht zu verhindern.
Deshalb ergreifen wir ab sofort folgende Maßnahmen:
Sprechzeiten:
Wir haben während unserer Öffnungszeiten zwischen 09:00 – 12:30 und 14:30-19:00 Uhr, sowie Samstags 09:00-12:00 Uhr AUSSCHLIEßLICH Terminsprechstunden
und erbitten daher eine telefonische Terminabsprache! Bei akuten Erkrankungen haben Sie immer die Möglichkeit am gleichen Tag einen Termin zu erhalten.
Wir hoffen, dadurch das Patientenaufkommen zu entzerren und die Wartezeiten kurz zu halten.

Bitte melden Sie sich an der Anmeldung an, damit wir wissen, dass Sie da sind und warten dann im Auto. Sobald Sie an der Reihe sind, werden Sie von uns gerufen. Im Rahmen der Coronapandemie darf aktuell immer nur ein Tierbesitzer mit in die Behandlung. Bitte tragen Sie einen Mundschutz.

Desinfektion:
Bitte desinfizieren Sie sich an dem am Eingang platzierten Spender gründlich die Hände, wenn Sie die Praxis betreten, um an die Anmeldung zu gelangen.
Die Oberflächen und Türklinken der Praxis werden ergänzend von uns mehrmals täglich nach einem Hygieneplan desinfiziert.

Sie sind erkrankt?
Sollten Sie Erkältungssymptome haben, melden Sie sich bitte telefonisch an. In diesem Falle holen wir Ihren Liebling an Ihrem Auto zur Behandlung ab und bringen ihn danach wieder hinaus.

Wir bitten um Ihr Verständnis.
Ihr Praxisteam

Neues Gesetz: Gebühren im Notdienst ab dem 14.02.2020

Lieber Tierhalter,

wir haben einige Informationen für Sie zusammengestellt bezüglich der Änderungen im Notdienst, die seit dem 14.02.2020 in Kraft getreten sind.

Wir haben in Deutschland einen Notstand in der tierärztlichen Notdienstversorgung. Viele Patientenbesitzer kennen noch den 24-Stunden Notdienst, den der Haustierarzt 7 Tage die Woche betrieben hat. Unter Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes sind die Notdienste in der Tierarztpraxis nur mit einem hohen personellen Aufwand zu bewerkstelligen, was wiederum auch einen hohen finanziellen Aufwand bedeutet. Aufgrund dieser Situation haben wir ein Deutschland ein so genanntes Kliniksterben in der Tiermedizin. Viele tierärztliche Kliniken geben ihren Klinikstatus ab, damit sie nicht mehr verpflichtet sind 24 Stunden erreichbar zu sein. In manchen Bundesländern gibt es keine tierärztlichen Kliniken mehr und auch in unserer Region ist die Versorgung im Notdienst gefährdet.
Um eine tierärztliche Notdienstversorgung aufrechtzuerhalten wurde am 20.12.2019 vom Bundesrat die GOT(Gebührenordnung für Tierärzte)-Notdienstnovelle beschlossen. Diese Novelle ist eine Ergänzung zur regulären tierärztlichen Gebührenordnung und besagt, dass im Notdienst zukünftig eine gesonderte Notdienstgebühr (50,- Euro netto) erhoben werden muss. Zudem müssen alle Leistungen im 2-4fachen Satz abgerechnet werden.  Diese Änderung wurde beschlossen, um den tierärztlichen Notdienst aufrecht zu erhalten und nicht, um den Verdienst drastisch zu erhöhen. Bereits in der Politik wird die Gefahr erkannt, dass eine flächendeckende Notdienstversorgung in der Tiermedizin bald nicht mehr gewährleistet werden kann.

Wir bitten Sie diese Änderungen zu beachten und den Notdienst nur in einem Notfall aufzusuchen.

NEU: digitales Zahnröntgen in unserer Praxis!!!

Ab sofort bieten wir in unserer Praxis auch die Möglichkeit des digitalen dentalen Röntgens an. Viele Zahnerkrankungen und deren Ausmaß können erst durch das dentale Röntgen diagnostiziert werden. Daher ist es wichtig bei einer professionellen Zahnreinigung auch Röntgenaufnahmen der Zähne und ihrer Wurzeln anzufertigen.

Zahngesundheit

Mira schmust für ihr Leben gern. Es gibt für die Katze nichts Schöneres als zu flirten. Was deshalb gar nicht gut ankommt, ist Mundgeruch. Abgesehen davon, dass der übel riechende Atem aus dem Schnäuzchen des Tieres unangenehm ist, deutet er in der Regel auf Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) hin.

Nach der Fütterung bleiben bei den Tieren Futterreste an den Zähnen oder in den Zahnzwischenräumen zurück. In der Maulhöhle der Katzen gibt es eine Vielzahl von Bakterien, die sich an der Zahnoberfläche festsetzen und vermehren. Zusammen mit Nahrungsresten entstehen klebrige Beläge. Wenn sich nun zusätzlich Mineralsalze aus dem Speichel ablagern, wird aus dem Belag Zahnstein. Dieser ist gelb, ocker, braun oder grau und ist zuerst an der Außenfläche der Fang- und Backenzähne zu sehen. Die Reibung des Zahnsteins sowie die in den Plaque-Bakterien enthaltenen Giftstoffe können Zahnfleischentzündungen hervorrufen. Am Zahnfleisch ist dann eine schmale Rötung zu sehen. Ohne Behandlung geht das Zahnfleisch zurück (Parodontose), die Zähne fallen aus oder müssen gezogen werden. Gefährlich sind Plaque-Bakterien und ihre Gifte, weil sie Magen-Darm-Erkrankungen oder Herzprobleme verursachen können.

Wie kann man vorbeugen? Lassen Sie die Zähne jährlich, besser halbjährlich kontrollieren. Der Tierarzt erkennt Erkrankungen im Ansatz. Für Menschen wie für Tiere sind das Entfernen von Zahnstein und die anschließende Politur eine sinnvolle Maßnahme. Effektiv ist das Zähneputzen mit speziellen Bürsten und Pasten.

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Zecken – Ein Überblick

Warum sind Zecken eigentlich so gefürchtet? Hier einige wichtige Infos rund um die Parasiten, die jeder Tierhalter kennen sollte, um sich und seinen Vierbeiner zu schützen:

Wo befinden sich Zecken? Zecken begeben sich in Bodennähe bis in etwa einem Meter Höhe auf Beutesuche. Sie finden sich in freier Natur vor allem auf naturbelassenen Wiesen, in Sträuchern an Wegesrändern oder im Unterholz von Waldgebieten. Also genau dort, wo Hunde ihre Spaziergänge besonders genießen, weil es viel zu entdecken und zu erschnüffeln gibt. Teilweise leben sie sogar in unseren Gärten.

 

Warum sind Zecken gefährlich? Beim Blutsaugen können Zecken mit ihrem Speichel gefährliche Krankheitserreger übertragen. Viele kennen etwa die von Zecken übertragenen Erkrankungen Borreliose und FSME. Hunde können sich mit Borrelien infizieren und hierdurch z. B. chronische Gelenkserkrankungen entwickeln. Zu einer Erkrankung durch FSME-Viren kommt es hingegen nur selten, diese kann dann aber schwerwiegend verlaufen. Relevant für Hunde sind hierzulande besonders die Erkrankungen Anaplasmose und Babesiose. Bei der Anaplasmose handelt es sich um eine fieberhafte Allgemeinerkrankung, bei der auch die Gelenke und das Nervensystem betroffen sein können. Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen des Hundes befallen und dies kann zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen.

Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen? Um das Tier vor gefährlichen Erkrankungen zu schützen, sollte der Hund mit einem wirksamen Anti-Zeckenmittel behandelt werden – wenigstens durchgehend vom Frühjahr bis zum Spätherbst. Besonders geeignet sind Anti-Zeckenmittel, die die meisten Blutsauger bereits vor dem Stich abwehren und anschließend abtöten. Entsprechende Präparate gibt es beim Tierarzt in Form von Spot-ons, Halsbändern oder Tabletten.

 

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Kaninchen langsam an frisches Gras gewöhnen

Wenn Kaninchen-Freunde ihre Tiere im kommenden Sommer in ein Außengehege umsiedeln, lockt die Langohren das frische grüne Gras.Doch Vorsicht: Sind die Tiere nicht vorher langsam an das Gras gewöhnt worden, entstehen schnell schmerzhafte Blähungen, die lebensbedrohlich sein können. Es handelt sich um die so genannte Trommelsucht, auch Blähsucht oder Tympanie genannt. Meist ungewohntes Frischfutter, aber auch Trockenfutter verursachen die Trommelsucht. Ebenso gespritztes, nicht sorgfältig abgewaschenes Gemüse oder Obst sowie nicht abgetrocknetes Gemüse und Grünfutter können die Ursache sein. Faktoren, die Darmprobleme begünstigen, sind Bewegungsmangel und Übergewicht. Beobachten Sie Ihre Kaninchen ganz genau: Trommelsucht ist für den Tierhalter nicht ganz einfach zu erkennen. Im Anfangsstadium sitzen Kaninchen rund in der Hocke, oft mit gesträubtem Fell. Die Tiere fressen oft weniger oder auch gar nicht mehr. Möglich, dass die betroffenen Tiere mit den Zähnen knirschen.
Der Bauch ist oft aufgebläht. Werden die Schmerzen größer, trommeln die Tiere meist mit den Hinterläufen. Bei der Trommelsucht zählt jede Minute. Fahren Sie unverzüglich zum Tierarzt, denn Trommelsucht kann zum Tode führen.
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Kaninchen-Check: Termin nicht vergessen

Für Kaninchen ist es vor dem Frühjahr wieder soweit: Zwischen März und April stehen für viele kleine Fellknäuel wieder Impftermine an (Myxomatose, RHD, RHD2). Bei dieser Gelegenheit kann Ihr Tierarzt beispielsweise das Gebiss, die Länge der Krallen und den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Tieres kontrollieren. Doch auch als Tierhalter können Sie zur Gesundheitsprophylaxe beitragen:

Checkliste für Kaninchen-Besitzer

Kaninchen lassen sich instinktiv im Falle einer Erkrankung lange nichts anmerken, da sie sonst in der Natur zur leichten Beute werden. Krankheiten können aber am besten im Frühstadium behandelt werden. Checken Sie deshalb Ihr Tier regelmäßig: Der gravierende Gewichtsverlust ist ein Zeichen für eine Erkrankung: Wiegen Sie Ihre Kaninchen deshalb wöchentlich und notieren Sie die Ergebnisse. Setzen Sie sich mit Ihrer Tierarztpraxis in Verbindung, wenn ein Verlust von über 60 Gramm in der Woche zu verzeichnen ist.

Kontrollieren Sie die Augen des Kaninchens. Sind sie verklebt, kann dies auf eine Erkrankung hinweisen. Säubern Sie die Augen bitte niemals mit Kamille. Fragen Sie lieber Ihren Tierarzt. Schauen Sie zwischen die Lippen der Tiere. Sind dort schorfige Stellen? Ein Hinweis auf Lippengrind, oftmals eine Mangelerscheinung. Kontrollieren Sie die Länge der Krallen. Lassen Sie sich das Kürzen unbedingt von Ihrem Tierarzt zeigen. Frisst das Tier länger als einen Tag nichts oder hat es Durchfall (verklebter After), sollte es sofort zum Tierarzt, bevor sein Zustand lebensbedrohlich wird. Beobachten Sie das Fressverhalten des Tieres. Zahnfehlstellungen oder zu lange Zähne sollte der Tierarzt checken.

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Einzeller können Durchfälle verursachen

Wenn das Tier an Durchfall leidet, können verschiedenartige Ursachen zugrundeliegen. Sie sollten bei Durchfällen Ihres tierischen Hausgenossen nicht lange warten, bis Sie Ihren Tierarzt zu Rate ziehen. Ein Beispiel: Hartnäckige oder immer wiederkehrende Durchfälle bei Hunden und Katzen können von bestimmten einzelligen Darmparasiten (Giardien) verursacht werden. Neben starken Durchfällen wird häufig auch Erbrechen festgestellt. Betroffene Tiere scheiden die Parasiten mit dem Kot aus, so dass Giardien über die Umwelt, verunreinigtes Wasser oder den Kontakt mit dem Kot von Artgenossen übertragen werden können. Giardien sind Zoonose-Erreger, d.h. Infektionen können zw. Mensch und Tier in beide Richtungen pendeln. Sind bei dem Tier Giardien als Ursachen für den Durchfall festgestellt worden, kann der Tierarzt mit entsprechenden Medikamenten helfen. Die unabhängige europäische veterinärparasitologische Organisation ESCCAP rät, dass der Tierhalter bei einem Giardien-Befall zusätzlich Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen rund um das Tier und im Haushalt vornimmt und Wasser mit einer Temperatur von über 60° C verwendet (Vorsicht! Nicht verbrühen!). Wichtig sei, dass die behandelten Flächen gründlich abgetrocknet werden. Langhaarige Tiere sollten nach der Behandlung shampooniert werden, um einer erneuten Infektion vorzubeugen. Ihre Tierarztpraxis kann Giardien mit einer speziellen Kotuntersuchung im eigenen Labor nachweisen. Hier werden in der Regel drei unterschiedliche Kotabsätze benötigt. Sprechen Sie am besten mit dem Praxisteam oder dem Tierarzt ab, wie oft ein Kot-Check für Ihr Tier sinnvoll ist.

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Tierärztliche Hausapotheke

Der Gesetzgeber erlaubt es allen praktischen Tierärzten, nach entsprechender Anmeldung, eine tierärztliche Hausapotheke zu führen. Durch unsere tierärztliche Hausapotheke sind wir in der Lage unseren Tierbesitzern direkt die nötigen Medikamente im Anschluss an die Behandlung ihres Tieres mitzugeben, ohne das ein weiterer Besuch in einer Apotheke nötig ist. In der tierärztlichen Apothekenverordnung (TÄHAV) wird zudem gesetzlich geregelt, dass ohne Untersuchung und daraus folgender Indikation (Grund) keine verschreibungspflichtigen Medikamente abgegeben werden dürfen. Auch der Versand entsprechender Medikamente ist nicht erlaubt.

 

Wir bitten Sie freundlichst um Ihr Verständnis! Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Ihr Praxisteam Dr. Krämer