Nächtlicher Notdienst ab 01.12.2021

Sehr geehrte Kundinnen,
Sehr geehrte Kunden,

die sich seit Jahren bereits abzeichnende Notlage in der veterinärmedizinischen Notdienstversorgung spitzt sich derzeit unaufhörlich zu. Ursächlich für diese Entwicklungen ist das steigende Patientenaufkommen, bei gleichzeitig anhaltendem Fachkräftemangel.
Diese Problematik zwang in den vergangenen Monaten zahlreiche Kliniken und Praxen zur Aufgabe des nächtlichen Notdienstes. Die Mehrbelastung für die verbliebenen nachtdienstleistenden Kliniken und Praxen steigerte sich entsprechend exponentiell.
Für uns als TierärztInnen und Tiermedizinische Fachangestellte, die Ihren Beruf aus Leidenschaft wählten und für die das Wohl der Patienten an oberster Stelle steht, ist die Einschränkung der Notdienstzeiten ein schwerer Schritt. Neben der Versorgung unserer Patienten, ist jedoch auch der Schutz unserer MitarbeiterInnen und KollegInnen, die täglich bis zur Kapazitätsgrenze arbeiten, ein hohes Gut. Um am Tag mit voller MitarbeiterInnenkapazität, entsprechendem Einsatz und Expertise für Sie da sein zu können, sehen auch wir uns darum bedauerlicherweise zu einer Einschränkung der Notdienstzeiten gezwungen.
Die notgedrungene Aufgabe insbesondere des nächtlichen Notdienstes durch die Tierklinik Betzdorf und zahlreiche umliegende Praxen, führt ab dem 01.12.2021 zu einem Engpass in der Notdienstversorgung im weiten Umkreis.
Sollte Ihr Tier außerhalb der Sprechstundenzeiten unter einem lebensbedrohlichen Krankheitsgeschehen leiden, suchen Sie bitte umgehend den telefonischen Kontakt zu Ihrem tierärztlichen Ansprechpartner/ Ihrer tierärztlichen Ansprechpartnerin, diese/r wird Ihnen persönlich oder per Bandansage am Telefon die nächstgelegene, diensthabende Behandlungsstätte nennen.

Wir bitten um Ihr Verständnis für diese uns alle betreffende Notlage. Unser Praxisteam, die Tierklinik Betzdorf und zahlreiche umliegende Praxen arbeiten kontinuierlich an Konzeptanpassungen um eine zeitnahe Wiederaufnahme des nächtlichen Notdienstes zu gewährleisten.
Sollten Sie Fragen zum Thema Notdienstversorgung haben, helfen Ihnen unsere KollegInnen sehr gerne weiter- sprechen Sie uns einfach an.

Zahngesundheit

Mira schmust für ihr Leben gern. Es gibt für die Katze nichts Schöneres als zu flirten. Was deshalb gar nicht gut ankommt, ist Mundgeruch. Abgesehen davon, dass der übel riechende Atem aus dem Schnäuzchen des Tieres unangenehm ist, deutet er in der Regel auf Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) hin.

Nach der Fütterung bleiben bei den Tieren Futterreste an den Zähnen oder in den Zahnzwischenräumen zurück. In der Maulhöhle der Katzen gibt es eine Vielzahl von Bakterien, die sich an der Zahnoberfläche festsetzen und vermehren. Zusammen mit Nahrungsresten entstehen klebrige Beläge. Wenn sich nun zusätzlich Mineralsalze aus dem Speichel ablagern, wird aus dem Belag Zahnstein. Dieser ist gelb, ocker, braun oder grau und ist zuerst an der Außenfläche der Fang- und Backenzähne zu sehen. Die Reibung des Zahnsteins sowie die in den Plaque-Bakterien enthaltenen Giftstoffe können Zahnfleischentzündungen hervorrufen. Am Zahnfleisch ist dann eine schmale Rötung zu sehen. Ohne Behandlung geht das Zahnfleisch zurück (Parodontose), die Zähne fallen aus oder müssen gezogen werden. Gefährlich sind Plaque-Bakterien und ihre Gifte, weil sie Magen-Darm-Erkrankungen oder Herzprobleme verursachen können.

Wie kann man vorbeugen? Lassen Sie die Zähne jährlich, besser halbjährlich kontrollieren. Der Tierarzt erkennt Erkrankungen im Ansatz. Für Menschen wie für Tiere sind das Entfernen von Zahnstein und die anschließende Politur eine sinnvolle Maßnahme. Effektiv ist das Zähneputzen mit speziellen Bürsten und Pasten.

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Zecken – Ein Überblick

Warum sind Zecken eigentlich so gefürchtet? Hier einige wichtige Infos rund um die Parasiten, die jeder Tierhalter kennen sollte, um sich und seinen Vierbeiner zu schützen:

Wo befinden sich Zecken? Zecken begeben sich in Bodennähe bis in etwa einem Meter Höhe auf Beutesuche. Sie finden sich in freier Natur vor allem auf naturbelassenen Wiesen, in Sträuchern an Wegesrändern oder im Unterholz von Waldgebieten. Also genau dort, wo Hunde ihre Spaziergänge besonders genießen, weil es viel zu entdecken und zu erschnüffeln gibt. Teilweise leben sie sogar in unseren Gärten.

 

Warum sind Zecken gefährlich? Beim Blutsaugen können Zecken mit ihrem Speichel gefährliche Krankheitserreger übertragen. Viele kennen etwa die von Zecken übertragenen Erkrankungen Borreliose und FSME. Hunde können sich mit Borrelien infizieren und hierdurch z. B. chronische Gelenkserkrankungen entwickeln. Zu einer Erkrankung durch FSME-Viren kommt es hingegen nur selten, diese kann dann aber schwerwiegend verlaufen. Relevant für Hunde sind hierzulande besonders die Erkrankungen Anaplasmose und Babesiose. Bei der Anaplasmose handelt es sich um eine fieberhafte Allgemeinerkrankung, bei der auch die Gelenke und das Nervensystem betroffen sein können. Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen des Hundes befallen und dies kann zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen.

Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen? Um das Tier vor gefährlichen Erkrankungen zu schützen, sollte der Hund mit einem wirksamen Anti-Zeckenmittel behandelt werden – wenigstens durchgehend vom Frühjahr bis zum Spätherbst. Besonders geeignet sind Anti-Zeckenmittel, die die meisten Blutsauger bereits vor dem Stich abwehren und anschließend abtöten. Entsprechende Präparate gibt es beim Tierarzt in Form von Spot-ons, Halsbändern oder Tabletten.

 

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Kaninchen langsam an frisches Gras gewöhnen

Wenn Kaninchen-Freunde ihre Tiere im kommenden Sommer in ein Außengehege umsiedeln, lockt die Langohren das frische grüne Gras.Doch Vorsicht: Sind die Tiere nicht vorher langsam an das Gras gewöhnt worden, entstehen schnell schmerzhafte Blähungen, die lebensbedrohlich sein können. Es handelt sich um die so genannte Trommelsucht, auch Blähsucht oder Tympanie genannt. Meist ungewohntes Frischfutter, aber auch Trockenfutter verursachen die Trommelsucht. Ebenso gespritztes, nicht sorgfältig abgewaschenes Gemüse oder Obst sowie nicht abgetrocknetes Gemüse und Grünfutter können die Ursache sein. Faktoren, die Darmprobleme begünstigen, sind Bewegungsmangel und Übergewicht. Beobachten Sie Ihre Kaninchen ganz genau: Trommelsucht ist für den Tierhalter nicht ganz einfach zu erkennen. Im Anfangsstadium sitzen Kaninchen rund in der Hocke, oft mit gesträubtem Fell. Die Tiere fressen oft weniger oder auch gar nicht mehr. Möglich, dass die betroffenen Tiere mit den Zähnen knirschen.
Der Bauch ist oft aufgebläht. Werden die Schmerzen größer, trommeln die Tiere meist mit den Hinterläufen. Bei der Trommelsucht zählt jede Minute. Fahren Sie unverzüglich zum Tierarzt, denn Trommelsucht kann zum Tode führen.
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Kaninchen-Check: Termin nicht vergessen

Für Kaninchen ist es vor dem Frühjahr wieder soweit: Zwischen März und April stehen für viele kleine Fellknäuel wieder Impftermine an (Myxomatose, RHD, RHD2). Bei dieser Gelegenheit kann Ihr Tierarzt beispielsweise das Gebiss, die Länge der Krallen und den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Tieres kontrollieren. Doch auch als Tierhalter können Sie zur Gesundheitsprophylaxe beitragen:

Checkliste für Kaninchen-Besitzer

Kaninchen lassen sich instinktiv im Falle einer Erkrankung lange nichts anmerken, da sie sonst in der Natur zur leichten Beute werden. Krankheiten können aber am besten im Frühstadium behandelt werden. Checken Sie deshalb Ihr Tier regelmäßig: Der gravierende Gewichtsverlust ist ein Zeichen für eine Erkrankung: Wiegen Sie Ihre Kaninchen deshalb wöchentlich und notieren Sie die Ergebnisse. Setzen Sie sich mit Ihrer Tierarztpraxis in Verbindung, wenn ein Verlust von über 60 Gramm in der Woche zu verzeichnen ist.

Kontrollieren Sie die Augen des Kaninchens. Sind sie verklebt, kann dies auf eine Erkrankung hinweisen. Säubern Sie die Augen bitte niemals mit Kamille. Fragen Sie lieber Ihren Tierarzt. Schauen Sie zwischen die Lippen der Tiere. Sind dort schorfige Stellen? Ein Hinweis auf Lippengrind, oftmals eine Mangelerscheinung. Kontrollieren Sie die Länge der Krallen. Lassen Sie sich das Kürzen unbedingt von Ihrem Tierarzt zeigen. Frisst das Tier länger als einen Tag nichts oder hat es Durchfall (verklebter After), sollte es sofort zum Tierarzt, bevor sein Zustand lebensbedrohlich wird. Beobachten Sie das Fressverhalten des Tieres. Zahnfehlstellungen oder zu lange Zähne sollte der Tierarzt checken.

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Einzeller können Durchfälle verursachen

Wenn das Tier an Durchfall leidet, können verschiedenartige Ursachen zugrundeliegen. Sie sollten bei Durchfällen Ihres tierischen Hausgenossen nicht lange warten, bis Sie Ihren Tierarzt zu Rate ziehen. Ein Beispiel: Hartnäckige oder immer wiederkehrende Durchfälle bei Hunden und Katzen können von bestimmten einzelligen Darmparasiten (Giardien) verursacht werden. Neben starken Durchfällen wird häufig auch Erbrechen festgestellt. Betroffene Tiere scheiden die Parasiten mit dem Kot aus, so dass Giardien über die Umwelt, verunreinigtes Wasser oder den Kontakt mit dem Kot von Artgenossen übertragen werden können. Giardien sind Zoonose-Erreger, d.h. Infektionen können zw. Mensch und Tier in beide Richtungen pendeln. Sind bei dem Tier Giardien als Ursachen für den Durchfall festgestellt worden, kann der Tierarzt mit entsprechenden Medikamenten helfen. Die unabhängige europäische veterinärparasitologische Organisation ESCCAP rät, dass der Tierhalter bei einem Giardien-Befall zusätzlich Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen rund um das Tier und im Haushalt vornimmt und Wasser mit einer Temperatur von über 60° C verwendet (Vorsicht! Nicht verbrühen!). Wichtig sei, dass die behandelten Flächen gründlich abgetrocknet werden. Langhaarige Tiere sollten nach der Behandlung shampooniert werden, um einer erneuten Infektion vorzubeugen. Ihre Tierarztpraxis kann Giardien mit einer speziellen Kotuntersuchung im eigenen Labor nachweisen. Hier werden in der Regel drei unterschiedliche Kotabsätze benötigt. Sprechen Sie am besten mit dem Praxisteam oder dem Tierarzt ab, wie oft ein Kot-Check für Ihr Tier sinnvoll ist.

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Tierärztliche Hausapotheke

Der Gesetzgeber erlaubt es allen praktischen Tierärzten, nach entsprechender Anmeldung, eine tierärztliche Hausapotheke zu führen. Durch unsere tierärztliche Hausapotheke sind wir in der Lage unseren Tierbesitzern direkt die nötigen Medikamente im Anschluss an die Behandlung ihres Tieres mitzugeben, ohne das ein weiterer Besuch in einer Apotheke nötig ist. In der tierärztlichen Apothekenverordnung (TÄHAV) wird zudem gesetzlich geregelt, dass ohne Untersuchung und daraus folgender Indikation (Grund) keine verschreibungspflichtigen Medikamente abgegeben werden dürfen. Auch der Versand entsprechender Medikamente ist nicht erlaubt.

 

Wir bitten Sie freundlichst um Ihr Verständnis! Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Ihr Praxisteam Dr. Krämer

Geriatrische Vorsorgeuntersuchungen bei Hund und Katze

Ebenso wie bei uns Menschen, steigt auch das durchschnittliche Lebensalter bei Hunden und Katzen.